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Nächster Infoabend 16.08.2016
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Dokumentation des Theaterprojekts
mit Berliner Pflegekindern


 

Das Theaterprojekt von Familien für Kinder gGmbH in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, gefördert durch die Aktion Mensch, war äußerst erfolgreich. Die Pflegekinder haben es geschafft, mit Unterstützung von professionellen Theatermachern, ein berührendes Theaterstück über Familie zu entwickeln und aufzuführen. Das gemeinsame Theaterprojekt stärkte ihr Selbstbewusstsein enorm und wirkte für sie identitätsstiftend. Bei den Proben und auf der Bühne konnten sie erfahren, dass es noch viele andere Kinder gibt, die in einer Pflegefamilie aufwachsen und ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Dokumentation zum Theaterprojekt: 23 Pflegekinder rauben Dir den Schlaf!Die sieben regulären Aufführungen von "23 PFLEGEKINDER RAUBEN DIR DEN SCHLAF! - Das Ensemble steht dem Titel kritisch gegenüber" waren schnell ausverkauft und auch bei zwei Zusatzaufführungen gab es keinen freien Platz mehr.

Die Familien für Kinder gGmbH hat dieses Theaterprojekt nicht nur durchgeführt und intensiv unterstützt, sondern auch in einem Film und einer Broschüre ausführlich dokumentiert. Peter Heinßen, Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH: „Wir wollen andere dazu anregen, vergleichbare Projekte zu initiieren und dadurch wiederum Menschen motivieren, eventuell selbst bedürftige Kinder aufzunehmen und Pflegefamilie zu werden.“

Der Dokumentarfilmer Leonel Dietsche hat das Projekt durchgängig filmisch begleitet und auch für sich viele neue Eindrücke gewonnen: „Auf der persönlichen Seite hat mich das Familienthema sehr berührt und beschäftigt. Ich habe natürlich auch eigene familiäre Erfahrungen, ich bin total behütet aufgewachsen, Eltern zusammen, Geschwister, alles gut. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass die Situation von Pflegekindern nochmal anders ist als von Adoptivkindern, dass sie eben auch rum-transferiert werden. Ich habe gemerkt, wie schwer das für einen Menschen ist. Das Kernthema ‚Was ist Familie‘ hat auch mich total zum Nachdenken angeregt. Ich habe erkannt, dass Familie nicht immer bedeuten muss, dass man blutsverwandt sein muss, sondern dass auch andere Familie für einen sein und werden können. Da hat sich mein Horizont nochmal ganz schön geweitet.“

Die Film-Dokumentation, die Doku-Broschüre und die Gratulation der Familien- und Jugendsenatorin Sandra Scheeres bei der Premiere des Theaterstücks können sich Interessenten auf der Homepage der Familien für Kinder gGmbH ansehen:

>>> www.familien-fuer-kinder.de/23

 


 

Begeisterte Premierenbesucher

23 PFLEGEKINDER zeigten in der Volksbühne

am Rosa-Luxemburg-Platz, wo der Hammer hängt

Theaterpremiere am 19. Mai 2015 um 19:00 Uhr in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz:
23 PFLEGEKINDER RAUBEN DIR DEN SCHLAF! Das Ensemble steht dem Titel kritisch gegenüber

„Die Familie ist ein zweiseitiges Schwert. Von beiden Seiten geschliffen. Problembehaftet, sentimental, geprägt von Sehnsucht und der Suche nach Zugehörigkeit!“ Mit selbstgeschriebenen Texten und in einer schnellen überraschenden Szenenabfolge präsentierten Berliner Pflegekinder - unter der Regie von Jan Koslowski und Vanessa Unzalu-Troya - in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ihre Sicht auf das Thema Familie. „Familie sind alle, die um dich herum eine Schutzhülle bauen und auf die du in jeder Situation vertraust. Alle, die keine Angst haben, sich mit dir zu beschäftigen, die aufhören zu schlafen und anfangen deine Hand zu nehmen und durchzustarten.“ Sie haben sich eigens zu diesem über 5 Monate andauernden Theaterprojekt zusammen gefunden und sind darüber zu einem Ensemble der besonderen Art geworden.

Theaterpremiere: 23 Pflegekinder rauben Dir den Schlaf! - Das Ensemble steht dem Titel kritisch gegenüber

Die begeisterten Zuschauer konnten sich diesen nuanciert treffenden „Familienbildern“ nicht entziehen: Sie erfuhren mit Lachen und Gänsehaut einiges über die klassische Herdgemeinschaft, die gemeine Hausfamilie, Zwangskooperation und Freiwilligkeit, Familiensehnsucht, Familienabkehr und was man noch so machen kann mit diesem Ding, was uns so vertraut scheint. Mit dem Stück präsentierten die Spielerinnen und Spieler uns eine Einladung, selbst ins Nachdenken zu kommen: Was bedeutet mir eigentlich Familie?

Bei der anschließenden Premierenfeier gratulierte die Jugendsenatorin Sandra Scheeres den Pflegekindern, den Veranstaltern und den Theatermitarbeitern zu diesem gelungenen und beeindruckenden Theaterstück und dankte Ihnen für die vielen Denkanstöße: „Ihr habt in eurem Theaterstück Themen verarbeitet, die für viele Kinder und Jugendliche wichtig sind und die auch mich als Politikerin sehr beschäftigen. Vielen Dank für die wertvollen Impulse, die ihr mir mit auf den Weg gegeben habt und die ich gerne in die politischen Diskussionen einbringen werde.“

Jugendsenatorin Sandra Scheeres gratulierte den Pflegekindern zur Theaterpremiere: 23 Pflegekinder rauben Dir den Schlaf! - Das Ensemble steht dem Titel kritisch gegenüber

Alle Darsteller sind Pflegekinder und kennen außer ihren Ursprungsfamilien auch ihre Pflegefamilien, bei denen sie leben. Auf Initiative von Familien für Kinder gGmbH sind sie der großen Herausforderung gefolgt, den eigenen Erfahrungen, Visionen, Ängsten und Hoffnungen auf die Schliche zu kommen. Familien für Kinder gGmbH hat hier in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, gefördert durch die Aktion Mensch, einen spannenden Spielraum für das Innenleben und die Weltsicht der Kinder und Jugendlichen eröffnet, die ihren wechselhaften Lebensweg zwischen Ursprungs- und Pflegefamilie gehen.

Weitere Spieltermine:
26. Mai, 27. Mai, 02. Juni, 03. Juni, 2. Juli und 3. Juli 2015. Beginn ist jeweils 19:00 Uhr.
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 3. Stock, 10178 Berlin

Kartenvorverkauf: www.volksbuehne-berlin.de

 

 


 

Weitere Infos:

 

23 PFLEGEKINDER RAUBEN DIR DEN SCHLAF!

Das Ensemble steht dem Titel kritisch gegenüber

Ein Theaterprojekt von Familien für Kinder gGmbH
in Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
gefördert durch die Aktion Mensch

23 Berliner Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren sind fünf Monate lang zusammengekommen und haben das Thema Familie unter die Lupe genommen. Im intensiven Austausch und humorvollen Wechselspiel zwischen Jugendlichen und Künstlern – das sich auch im Titel und Untertitel niederschlägt – hat das junge Ensemble erfahren, welches kreative Potential in jedem von ihnen steckt und wie die eigene(n) Geschichte(n) in der Kunst etwas Neues entstehen lassen, das eine Auseinandersetzung mit alltäglichen Dingen auf einer anderen Ebene ermöglicht.

Ihre Forschungen im Reich der Familie haben sie ins Gespräch miteinander, zu Interviews mit Passanten und besonderen „Familienmenschen“, in Improvisationen und ein Theaterspiel geführt, aus denen sie gemeinsam das Theaterstück „23 PFLEGEKINDER RAUBEN DIR DEN SCHLAF!“ entwickelt haben.

Sie alle sind Pflegekinder und kennen außer ihren Ursprungsfamilien auch ihre Pflegefamilien, bei denen sie temporär oder dauerhaft leben. Auf Initiative von Familien für Kinder gGmbH sind sie der großen Herausforderung gefolgt, den eigenen Erfahrungen, Visionen, Ängsten und Hoffnungen auf die Schliche zu gehen. Mit dem Stück präsentieren sie uns eine Einladung, selbst ins Nachdenken zu kommen: Was bedeutet mir eigentlich Familie?

Heute hauen wir auf den Putz! Heute wird nicht geschlafen! Wir haben recherchiert und gebrainstormt, wir haben Mind-Maps erstellt, gebastelt mit Schere UND Kleber! Wir sind rausgegangen und wieder rein, und am Ende haben wir fleißig alles aufgeschrieben, was uns ein- und aufgefallen ist. Familie – darüber referieren wir, denn darüber besitzen wir einfach die besten Skills, das beste Fach Know-How und sonst was. Wir sind die Experten. Also wird jetzt mal zugehört, wenn wir musizieren, deklamieren und deklarieren und der guten Laune freien Lauf lassen. Die Familie, die klassische Herdgemeinschaft, die gemeine Hausfamilie, die haben wir ausgespäht und mal ordentlich durchgerüttelt. Hier geht’s um Familiensehnsucht, Familienabkehr und was man noch so machen kann mit diesem Ding, was uns so vertraut scheint. Zwangskooperation und Freiwilligkeit, was macht diese besondere Form von Gemeinschaft aus, und was für einen Umgang pflegen wir mit ihr? Lasst uns zusammen denken und zuhören und unsere Peinlichkeitsökonomie bis zum bitteren – oder süßen – Ende austesten.

Alle, die Familie haben oder suchen oder an Familie glauben oder sich mit Familie beschäftigen – also alle! – sind herzlich eingeladen, sich das Ergebnis dieser 5-monatigen künstlerischen Forschungsreise anzusehen.

 
Es spielen:
Errik Berger, Timmy Burkard, Max Burschewski, Michael Burschewski, Michelle Burschewski, Louise Constein, Dominik Derner, Sebastian Gadow, Martin Köhler, Samantha Kuhlow, Jerôme Meisel, Reno Meisel, Anna Napolski, Daria Perl, Niclas Rehbein, Shiva Rogaci, Celina Sahin, Diandra Sobotta, Sonja Vaziri, Tamara Wiese.

Künstlerische Leitung und Inszenierung: Jan Koslowski
Theaterpädagogische Leitung: Vanessa Unzalu-Troya
Bühne und Kostüme: Claudia Bartel
Musik: Jonathan Hamann, Max Grosse Majench
Theaterpädagogik/Workshopleitung: Maura Meyer, Vanessa Unzalu-Troya
Filmdokumentation: Leonel Dietsche
Ausstellung: Naomi Achternbusch
Dramaturgie: Katrin Behrens, Diana Eschelbach
Assistenz Regie: Marlene Kolatschny
Assistenz Bühne: Isabelle Fouquett, Katharina Grosch
Hospitanz: Paula Knüpling
Produktionsleitung: Katrin Behrens

Spielort:
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Bühne / 3. Stock
Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin-Mitte
U 2 Rosa-Luxemburg-Platz oder U/S Alexanderplatz und 10 Minuten Fußweg

Spieltermine:
 
19. Mai 2015 19.00 Uhr - Premiere
26. Mai 2015 19.00 Uhr
27. Mai 2015 19.00 Uhr
02. Juni 2015 19.00 Uhr
03. Juni 2015 19.00 Uhr
02. Juli 2015 19.00 Uhr
03. Juli 2015 19.00 Uhr

 

Kartenverkauf:
Karten zu 8 € / ermäßigt 5 € können Sie an der Theaterkasse oder im Onlineverkauf erhalten oder Sie reservieren per Telefon oder Mail.

Theaterkasse: Kassenfoyer der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (täglich von 12 bis 18 Uhr)
Telefon: 030 - 240 65 777 (täglich von 12 bis 18 Uhr)
E-Mail: ticket@volksbuehne-berlin.de
online: www.volksbuehne-berlin.de

Die Film-Dokumentation, die Doku-Broschüre und die Gratulation der Familien- und Jugendsenatorin Sandra Scheeres bei der Premiere des Theaterstücks können sich Interessenten auf der Homepage der Familien für Kinder gGmbH ansehen:

>>> www.familien-fuer-kinder.de/23