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Nächster Infoabend 06.08.2019
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02.12.2016
"Dein Hilfeplangespräch ist wichtig!" - Tipps und Erfahrungen von Careleavern

Das Careleaver-Kompetenznetz der Familien für Kinder gGmbH hat einen neuen Flyer zum Hilfeplangespräch herausgegeben. Der Flyer wurde gemeinsam mit Careleavern beim Careleaver-Netzwerktreffen erarbeitet und enthält die Erfahrungen und Tipps von Careleavern.

>>> Flyer Fakten für Careleaver 02: Hilfeplan

16.11.2016
Kreativwerkstatt startete erfolgreich – Herzliche Einladung zu den nächsten Terminen am Samstag, 3.12.2016 und 7.1.2017

Am 2. November eröffnete unsere Kreativwerkstatt für Pflegekinder mit einer Herbstbastelaktion. Die Pflegekinder und auch ein afghanisches Mädchen aus unserem Patenprojekt 1zu1 für Flüchtlingskinder schnitten, klebten und falteten Fensterbilder und Windräder in allen Farben. Nebenbei blieb noch genug Zeit zum Erzählen und für spontane gemeinsame Spiele. Die Kinder nutzten die Möglichkeit einander kennenzulernen und miteinander Spaß zu haben. Da wurde Verstecken gespielt und viel gekichert. Und genau dafür ist unsere Kreativwerkstatt auch gedacht: Zum gemeinsam kreativ werden und Spaß haben.

Die Angebote werden von einer festen Gruppe von Ehrenamtlichen vorbereitet. Neben Basteleien ist eine Nähwerkstatt geplant, sowie die Gestaltung eines Riesendinos aus Pappmaché. Für die Kinder hat das den Vorteil, dass sie an einer Entwicklung teilhaben, die sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Treffen zieht. Am Ende diese Prozesses steht ein besonderes gemeinsames oder auch individuelles Ergebnis. Die Kinder haben während des Verlaufs die Möglichkeit einander kennenzulernen und miteinander zu einer Gruppe zusammenzuwachsen, in der auch Freundschaften entstehen können.

Aus der Erfahrung anderer Projekte wissen wir, dass es für Pflegekinder viel einfacher ist Kontakte zu knüpfen, wenn die Bezugsgruppe ebenfalls hauptsächlich aus Pflegekindern besteht. Alle verbindet die besondere Geschichte ihrer Herkunft und so braucht hier niemand zu erklären, warum er/sie z.B. einen anderen Nachnamen als die Eltern hat. Von Treffen zu Treffen können sich die Kinder auf die Gruppe und auf das Wiedersehen freuen. Es entsteht ein weiterer stabilisierender Faktor im Leben der Pflegekinder, der noch dazu mit viel Lebensfreude verbunden ist. Die Kreativwerkstatt wird auch immer mal wieder Ausflüge unternehmen, um andere kreative Angebote in Berlin zu erkunden oder um einfach zusammen etwas zu erleben.

Weil für viele Pflegefamilien ein Wochenendtermin besser zu realisieren ist, findet die Kreativwerkstatt ab jetzt immer am ersten Samstag im Monat (außer in den Ferien) bei Familien für Kinder in der Stresemannstr. 78 statt. Sie dauert in der Regel drei Stunden. Die Pflegeeltern brauchen nicht anwesend zu sein und können diese Zeit für ihre eigenen Interessen nutzen.

Unser nächster Termin ist das Weihnachtsbasteln am Samstag, den 3.12.2016 von 12 bis 15 Uhr. Alle Berliner Pflegekinder von 6 bis 12 Jahren sind herzlich eingeladen, mitzuwerkeln und sich an verschiedenen Basteleien rund um die Themen Winter und Weihnachten auszutoben. Auch ein eigenes Lebkuchenhaus kann gestaltet werden!

Unser erster Termin im neuen Jahr ist Samstag, der 7. Januar. Wir treffen uns von 15 bis 18 Uhr in den Räumen von Fa­milien für Kinder.

Die Kosten für die Teilnahme betragen 20 € oder können über die zusätzlichen Betreuungsleistungen nach § 45 SGB XI abgerechnet werden.

Aktuelle Informationen zu unseren Kreativwerkstätten finden Sie auf unserer Website unter dem Link:
http://www.patenkinder-berlin.de/index.php?article_id=17

Bitte anmelden unter:
Jutta Ringel, Tel.: 030 / 21002128
Mail: ringel@familien-fuer-kinder.de

14.10.2016
Fortbildungsprogramm für Pflegeeltern und Adoptiveltern 2017

Bild zum Fortbildungsprogramm 2017 für Pflegeeltern und AdoptivelternWir freuen uns, Ihnen unser umfangreiches Fortbildungsangebot für das Jahr 2017 präsentieren zu können! Es soll Ihren Familienalltag bereichern und unterstützen. Die Angebote richten sich an Pflegeeltern und Adoptiveltern. Mitunter können auch Fachkräfte teilnehmen – bitte sprechen Sie uns an.

Die besonderen Seminare für verwandte Pflegeeltern haben sich 2016 bewährt. Deshalb werden auch in diesem Jahr zwei Seminare speziell für die Verwandtenpflege angeboten. Sie finden diese Veranstaltungen unter den Titeln: „Oma, Opa, Onkel, Tante ...“ und „Ich/Wir wollte/n helfen – und nun?“ Die Fortbildungen werden verwandten Pflegeeltern für die Grundqualifizierung angerechnet.

Unsere Veranstaltungen sollen dabei unterstützen, auf die besonderen Bedürfnisse von Pflege- bzw. Adoptivkindern in geeigneter Weise eingehen zu können und Herausforderungen gut zu bewältigen.

Erfahrene, qualifizierte Fortbildner/-innen führen die Seminare teilnehmer- und praxisorientiert durch. Wir arbeiten mit Hilfe vielfältiger Methoden, sodass erworbenes Wissen gut behalten und in den Alltag integriert werden kann und unsere Teilnehmer/-innen (hoffentlich) mit Freude dazulernen.

Für Pflegeeltern aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf, wird die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen für die Grundqualifizierung für Pflegeeltern anerkannt. Hierfür sind die Veranstaltungen den Bereichen Basis-Thema bzw. Wahlpflicht zugeordnet. Sie finden unter Anmerkungen die Stundenzahl, die jeweils für die Grundqualifizierung angerechnet wird.

Pflegeeltern aus Marzahn-Hellersdorf bekommen grundsätzlich jährlich drei Veranstaltungen über ihr Jugendamt finanziert.

Ein Kurs für Pflegefamilien, die Kinder in Krisensituationen aufnehmen (Krisenpflege, Krisenhilfe, befristete Vollzeitpflege, Bereitschaftspflege, Sonderpflege) ist für 2017 noch nicht terminiert. Der Kurs wird stattfinden, wenn sich genügend Teilnehmer/-innen finden.

Falls Sie Interesse an diesem Kurs haben, senden Sie uns bitte eine Mail an fortbildungszentrum@familien-fuer-kinder.de

Die meisten Kurse können für eine feste Teilnehmergruppe auch außerhalb des Programmes gebucht werden. Senden Sie dazu bitte eine Mail an matthes@familien-fuer-kinder.de, damit wir Ihnen ein Angebot zusenden können.

Wir heißen alle Pflege- und Adoptiveltern in unseren Seminaren herzlich willkommen!

Ihr Team von Familien für Kinder

>>> Zu den Fortbildungen 2017 für Pflegeeltern und Adoptiveltern mit Online-Anmeldung

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05.10.2016
Studie: Erfahrungen und Belastungen von Bereitschaftspflegeeltern

Für eine Studie werden Bereitschaftspflegeeltern gesucht, die bereit sind, in einem Online-Fragebogen über ihre Erfahrungen und auch Belastungen zu berichten. Mit ihrer Unterstützung und Erfahrung helfen die teilnehmenden Bereitschaftspflegeeltern dabei, die aktuelle Ausgestaltung der Bereitschaftspflege praxisnah zu reflektieren und den Bereich der Bereitschaftspflege künftig hinsichtlich der Beratungsangebote für alle Beteiligten und der Rahmenbedingungen bestmöglich zu gestalten und die Handlungsabläufe sowohl in den Bereitschaftspflegefamilien als auch im Jugendamt zu optimieren.

Bei dieser Studie handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Forschungsgruppe PETRA (Hessen), der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht und der Universität Bremen (Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation).

Die Erhebungsphase ist am 15.09.2016 gestartet und dauert bis zum 30.11.2016.

Teilnahme unter: http://studie-bereitschaftspflege.weebly.com

29.09.2016
Affen, Tiger und Kamele - Pflegekinder entdeckten wilde Tiere aus der ganzen Welt

Am Sonntag, 18.09.2016 fand der 16. Berliner Pflegefamilientag im Tier­park Berlin in Lichtenberg statt, einem der größten Tierparks in Europa mit mehr als 6.500 Tieren.

Foto vom Pflegefamilientag 2016

Die Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro und die Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Dr. Sandra Obermeyer dankten bei der Eröffnung den Pflegeeltern für die Bereitschaft, ein Pflegekind in ihrer Familie zu be­treuen und diesem Liebe und Geborgenheit zu schenken.

Bei der Eröffnung begrüßte auch der Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem die Pflegefamilien und freute sich, dass so viele Gäste in den Tierpark ge­kommen waren. Von der Berliner Sparkasse überreichte Thomas Ross­mann einen Scheck über 10.000 Euro und trug so mit dazu bei, dass der Pflegefamilientag in dieser Form stattfinden konnte.

Foto vom Pflegefamilientag 2016

Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem, Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer, Waltraud Viet (Horizonte für Familien gGmbH), Peter Heinßen (Familien für Kinder gGmbH), Thomas Rossmann (Berliner Spar­kasse) und die Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro bei der Eröffnung des Pflegefamilientages.

Mit ca. 1.850 Besuchern war dies der besucherstärkste Pflegefamilientag. Bei schönem Wetter nutzten die Berliner Pflegefamilien begeistert die Spiel- und Informationsangebote der Jugendämter und freien Jugendhil­feträger, um sich dann bei einem Rundgang von der Tierwelt beeindru­cken zu lassen: Affen, Tiger und Kamele und ... und Elefanten natürlich.

Weitere Fotos finden Sie hier: www.pflegefamilientag-berlin.de

02.08.2016
Unbegleitete Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland lassen Inobhutnahmen 2015 erheblich ansteigen

Im Jahr 2015 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, erheblich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2015 rund 42.300 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren fast 30.700 Minderjährige oder 263 % mehr als im Vorjahr. Rund 38.700 dieser jungen Menschen (91 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 3.600 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein.

Von den 42.300 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2015 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach derzeitigem Stand rund 22.300 (53 %) einen Asylantrag gestellt.

Insgesamt haben im Jahr 2015 die Jugendämter in Deutschland gut 77.600 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren knapp 29.600 Minderjährige beziehungsweise 62 % mehr als im Vorjahr.

Die Inobhutnahmen aufgrund von Überforderung der Eltern, Schul- und Ausbildungsproblemen oder Suchtproblemen des Kindes/Jugendlichen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.100 Fälle beziehungsweise 3 % zurückgegangen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 02.08.2016

>>> www.destatis.de

 

22.07.2016
Fachzeitschrift Pflegekinder Heft 1/2016 ist erschienen

Titelblatt der Fachzeitschrift "Pflegekinder" 1/2016Themen zur Vollzeitpflege

  • Neues aus dem Fortbildungszentrum der Familien für Kinder gGmbH: Erwachsenenbildung macht gesünder und selbstbewusster
  • Der Boys’Day bei Familien für Kinder
  • Kampagnenstart „Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht“
  • Children far away from home – Ein Berliner Projekt zur Unterbringung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in Pflegefamilien
  • Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften für junge Flüchtlinge
  • Jugendliche Flüchtlinge in Gastfamilien – Eine Handreichung für Fachkräfte
  • Elternwille bestimmt Religionszugehörigkeit des Kindes
  • Hilfen beim Übergang von Careleavern aus Pflegefamilien in die Selbstständigkeit
  • Interview mit der Careleaverin Roxan
  • „Careleaver gehen voraus!“ Interview mit dem Careleaver Robin
  • Für einen gelingenden Übergang aus der Jugendhilfe in ein selbstständiges Leben:
    16 Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger
  • Zweites Brandenburger Careleaver-Netzwerk-Treffen für junge Menschen aus Berlin und Brandenburg
  • Berliner Pflegefamilientag am 18.09.2016 im Tierpark Berlin
  • Neue Broschüren
    „Zum ersten Mal (Pflege) Eltern – Informationen und Tipps“
    „Die Rechte von Pflegekindern“
    „Deine Rechte im Hilfeplanverfahren“
    „Fetale Alkoholspektrumstörung – und dann?" Ein Handbuch für betroffene Jugendliche und junge Erwachsene
    „Durchblick. Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben“
    „Eltern bleiben – trotz alledem“
    Expertisen aus dem Dialogforum Pflegekinderhilfe
  • Download: Fachzeitschrift Pflegekinder 1/2016 als PDF-Dokument
19.07.2016
Erziehungsbeitrag darf nicht von den Krankenversicherungen als Einkommen bestimmt werden – Urteil des Landessozialgerichtes Berlin-Brandenburg.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. in Berlin setzte sich ein.

Mit dem Urteil L 1 KR 140/14 vom 11.03.2016 hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (Ebene OLG) das Urteil des Sozialgerichtes Berlin (S 182 KR 859/13) vom 25.05.2014 aufgehoben. Die beklagte Krankenkasse hatte den Erziehungsbeitrag als Einkommen der Pflegemutter bestimmt und dafür Krankenkassenbeitrag erhoben. Das Sozialgericht hat in erster Instanz diese Vorgehensweise bestätigt. Durch das Landessozialgericht (zweite Instanz) wurde das Urteil des Sozialgerichtes aufgehoben.

In seiner Begründung schreibt das Landessozialgericht unter anderem, dass die Leistungen die Kosten der Erziehung abdecken und entsprechend des § 39 SGB VIII nicht die Pflegeperson der Leistungsberechtigte ist, sondern das Kind bzw. der Personensorgeberechtigte. „Im Übrigen ist das Erziehungsgeld auch im Rahmen des SGB II und SGB XII von der Berücksichtigung als Einnahme zum Lebensunterhalt ausgeschlossen.“

Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Als Teil der Rechtsprechung entfaltet dieses Urteil bundesweite Bedeutung. Damit gibt es erstmalig eine Rechtsquelle, die auch in anderen ähnlichen Verfahren angegeben werden kann.

Der Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V. hat dieses Gerichtsverfahren erst ermöglicht, da er seinem Mitglied einen Prozesskostenzuschuss, aufgrund der allgemeinen Bedeutung, gewährte.

Das Urteil können Sie hier einsehen:
www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de

19.07.2016
Ehrenamtliche für Flüchtlingspatenschaften gesucht

Familien für Kinder hat ein neues Projekt gestartet: "1zu1 Für FlüchtlingsKinder".

Hier werden Patenschaften vermittelt zwischen Ehrenamtlichen und Flüchtlingskindern, die gemeinsam mit ihren Familien in einem Heim in Marienfelde wohnen.

Das Patenschaftsprojekt "1zu1 Für FlüchtlingsKinder" sucht ab sofort Ehrenamtliche, die Zeit und Lust haben, sich im Rahmen einer Patenschaft für ein Flüchtlingskind oder einen Jugendlichen zu engagieren.

Vielleicht haben Sie Interesse, oder Sie kennen jemanden, für die/den das Angebot in Frage kommt, dann würden wir uns sehr freuen, wenn Sie das beigefügte Infoblatt weitergeben.

>>> Info-Blatt "1zu1 Für FlüchtlingsKinder"

Kontakt:
Jutta Ringel
E-Mail: ringel@patenkinder-berlin.de
Tel.: 030 / 21 00 21 28

12.07.2016
Im Jahr 2015 leiteten Berliner Jugendämter 14.441 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ein

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2015 in Berlin für 14.441 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2014 ist das eine Steigerung von 22,7 Prozent (2014: 11.772).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 3.450 Kindern und Jugendlichen (23,9 Prozent) festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.

In 4.389 Fällen (30,4 Prozent) lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.

Bei 3.626 Fällen (25,1 Prozent) wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2.976 Fällen (20,6 Prozent) wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

62,5 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung. 19,4 Prozent betrafen körperliche und 30,4 Prozent psychische Misshandlungen. In 3,5 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Hierbei sind für ein Kind mehrere Arten der Gefährdungsmeldung möglich.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn (11,7 Prozent) oder auch anonym (7 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 28 Prozent der Verfahren initiiert. In 16,8 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 9,8 Prozent der Verfahren wurden von den Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Von Seiten des medizinischen Personals, der Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgten in 5,3 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden für 2.107 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 2.608 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 763 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 820 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 179 vom 12. Juli 2016, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2016/16-07-12.pdf

27.06.2016
Neue Broschüre: "Zum ersten Mal (Pflege) Eltern - Informationen und Tipps"

Titelblatt Broschüre "Zum ersten Mal (Pflege)Eltern"Wie der Titel schon vermuten lässt, richtet sich unsere Broschüre in erster Linie an Pflegeeltern, die zum ersten Mal Eltern werden. Neben ganz allgemeinen Themen, die eine Rolle spielen, wenn man eine Familie gründet, wie bspw.: "Was ist zu tun, um das Zuhause kindgerecht zu gestalten?", geht es inhaltlich auch um ganz spezifische Themen, die nur bei der Aufnahme eines Pflegekindes eine Rolle spielen. Darüber hinaus haben wir auch Fragen aufgenommen, welche uns von "neuen" Pflegeeltern häufig gestellt werden.

In der Anfangszeit kommen viele Eindrücke und Informationen auf neue Pflegeeltern zu und in diesem "Trubel" können wichtige Infos durchaus auch einmal verloren gehen. Daher möchten wir Pflegeeltern in dieser sehr aufregenden Zeit mit dieser Broschüre unterstützen.

Entstanden ist ein Fundus an Informationen, der allen neuen Pflegeeltern und auch den beteiligten Fachkräften eine gute Orientierung geben kann. Sehr praktisch ist die "kleine Checkliste für neue Pflegeeltern", die sich im Anhang der Broschüre befindet und in der noch einmal die wichtigsten Dinge, die in der Anfangszeit zu beachten sind, aufgelistet sind.

Wir hoffen, dass es uns mit dieser Broschüre gelungen ist, viele brauchbare Anregungen und Tipps für neu gegründete Pflegefamilien zu bündeln. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine interessante Lektüre.

Für Berliner Interessenten, Pflegeeltern und Fachkräfte ist die Broschüre kostenfrei und kann bei Familien für Kinder bestellt werden. Als PDF-Dokument kann sie hier heruntergeladen werden:

>>> Broschüre: "Zum ersten Mal (Pflege) Eltern - Informationen und Tipps" als PDF

Ihr Familien-für-Kinder-Team

20.06.2016
Careleaver: Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger

Das Careleaver Kompetenznetz hat gemeinsam mit Careleavern und mit Mitgliedsorganisationen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. Handlungsempfehlungen für freie und öffentliche Jugendhilfeträger erarbeitet.

Mit den Handlungsempfehlungen verfolgt das Careleaver Kompetenznetz das Ziel, die Übergänge aus der Jugendhilfe (in Einrichtungen und Pflegefamilien sowie ambulanten Hilfen) in ein eigenständiges Leben für die jungen Menschen zu verbessern. Die Empfehlungen basieren auf den Erfahrungen und Ideen von Careleavern und außerdem von Fachkräften, die am „Übergang in die Verselbstständigung“ arbeiten.

Erreicht werden soll die Verbesserung der Übergänge u.a. durch eine verstärkte Zusammenarbeit aller am Übergang Beteiligter, außerdem durch die Sensibilisierung der Pflegeeltern und Fachkräfte für die großen Herausforderungen, die Careleaver im Übergang zu bewältigen haben.

>>> Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger als pdf

Wir möchten in diesem Zusammenhang auch auf das Positionspapier Careleaver hinweisen, das der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. heute gemeinsam veröffentlicht haben und an dem das Careleaver Kompetenznetz in beratender Funktion beteiligt war.

>>> Positionspapier Careleaver als pdf

20.06.2016
Einladung zum zweiten Brandenburger Careleaver-Netzwerk-Treffen vom 09. bis 11.09.2016

In der Nähe von Rathenow veranstaltet das Careleaver-Kompetenznetz vom 09. bis 11. September 2016 das zweite Brandenburger Careleaver-Netzwerk-Treffen für junge Menschen aus Berlin und Brandenburg (ab 17 Jahren), die sich im Übergang von stationärer Jugendhilfe/Pflegefamilie in die Verselbstständigung befinden oder den Übergang bereits geschafft haben.

Das Netzwerk-Treffen bietet die Möglichkeit, sich über Erfahrungen in Pflegefamilien und Heimen und zum Übergang in Ausbildung/Studium und Beruf auszutauschen und Ideen zur besseren Gestaltung der Übergänge und zu Bildungschancen zu sammeln.

>>> Weitere Informationen und Anmeldung (bis zum 02. September 2016)

14.03.2016
Jugendsenatorin Sandra Scheeres startete neue, mehrsprachige Plakatkampagne "Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht"

Am 14. März 2016 startete die Jugendsenatorin Sandra Scheeres eine berlinweite Informationskampagne der Familien für Kinder gGmbH mit mehr als 100 Großflächenplakaten, um auch Pflegeeltern mit Migrationshintergrund zu gewinnen.

Foto vom Start der Kampagne "Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht"

Pflegeeltern mit Migrationshintergrund und Fachkräfte der Berliner Pflegekinderhilfe mit der Jugendsenatorin Sandra Scheeres und Peter Heinßen (Geschäftsführer der Familien für Kinder gGmbH) beim Kampagnenstart

Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Etwa 2.800 Kinder und Jugendliche leben zurzeit in Berlin in einer Pflegefamilie, viel mehr Kinder und Jugendliche leben jedoch in Einrichtungen. Um mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer Familie aufzuwachsen, werden mehr Pflegefamilien in Berlin gebraucht.

Die Plakatkampagne wendet sich mit zwei Motiven an die vier in Berlin lebenden größten Migrantengruppen. „Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“ lautet das Motto. Dieses steht nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Englisch auf den Plakatwänden.

Auf der Webseite www.pflegekinder-berlin.de stehen für Familien mit Migrationshintergrund auch Seiten in Türkisch, Polnisch, Russisch und Englisch zur Verfügung. Neben dem allgemeinen Informationsabend bietet Familien für Kinder gGmbH auch einen speziellen Informationsabend für Interessierte mit Einwanderungsgeschichte an. Dieser richtet sich vor allem an Personen mit geringen Deutschkenntnissen und wird in einer kleinen Runde gehalten.

Information und Anmeldung unter: www.pflegekinder-berlin.de

09.03.2016
Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gesucht

Einladung zum Kampagnenstart

Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Etwa 2.800 Kinder und Jugendliche leben zurzeit in Berlin in einer Pflegefamilie, viel mehr Kinder und Jugendliche leben jedoch in Einrichtungen. Um mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer Familie aufzuwachsen, werden mehr Pflegefamilien in Berlin gebraucht.

Auch für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), die aktuell nach Berlin kommen, können Pflegefamilien, mit einem passenden kulturellen und sprachlichen Hintergrund, eine gute Alternative in der Betreuung und Unterbringung sein.

Um mehr Pflegefamilien mit Migrationshintergrund zu gewinnen, startet Jugendsenatorin Sandra Scheeres am Montag, dem 14. März, eine stadtweite, mehrsprachige Plakatkampagne. „Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“ lautet das Motto. Dieses steht nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Englisch auf den Plakatwänden.

Alle Medienvertreter sind herzlich eingeladen, bei dieser Auftaktveranstaltung dabei zu sein.

Montag, 14. März um 09:30 Uhr
Plakatwand vor der Mansteinstraße 10 in Schöneberg.

Für Fragen und Einzelinterviews stehen Ihnen Senatorin Sandra Scheeres sowie mehrere Experten und Expertinnen von Jugendämtern und freien Trägern der Pflegekinderhilfe gerne zur Verfügung.

Sandra Scheeres: „Ich wünsche mir eine große Resonanz auf diese Kampagne, damit noch mehr Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein neues Zuhause in einer neuen Familie finden.“

Für Familien mit Migrationshintergrund, die nähere Informationen zum Thema Pflegekinder suchen, stehen übrigens seit kurzem auch mehrsprachige Internetseiten zur Verfügung, in Türkisch, Polnisch, Russisch und Englisch: www.pflegekinder-berlin.de

>>> Hintergrundinformationen zur Plakatkampagne von Familien für Kinder (PDF)

02.03.2016
Neue Broschüre: „Fetale Alkoholspektrumstörung – und dann?"

Ein Handbuch für betroffene Jugendliche und junge Erwachsene

Dieses neue Handbuch, das von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung herausgegeben wurde, will den betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Es informiert nicht nur über die Erkrankung sondern gibt auch praktische Tipps für das Zusammenleben mit anderen Menschen.“

>>> Weitere Informationen auf der Webseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
(mit PDF-Download und Bestell-Hinweisen für die Print-Version)

02.03.2016
Neue Broschüre: Durchblick - Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben

Die neue Broschüre der IGFH richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die in Wohngruppen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfeformen leben und bei denen das Hilfeende bzw. der Auszug absehbar sind. Die Broschüre kann auch gut von Fachkräften genutzt werden, denn sie bietet in 9 Kapiteln einen systematischen Überblick über wichtige Themenfelder, die in der Übergangsbegleitung eine Rolle spielen. Sie kann dazu beitragen, den jungen Menschen Orientierung im Prozess des Übergangs zu geben. Dazu vermittelt die Broschüre in kurzen Texten eine Vielzahl wichtiger Informationen und gibt zudem Hinweise zu weiterführenden Materialien, Formularen, Links und Apps.

Die Broschüre selbst ist kostenfrei, nur die Portokosten müssen gezahlt werden.

Weitere Informationen und Bestellung der Broschüre unter: >>> www.igfh.de

07.01.2016
Einladung zur Kreativwerkstatt für Pflegekinder

Das Projekt „Patenkinder Berlin“ der Familien für Kinder gGmbH möchte eine Kreativwerkstatt für Pflegekinder zwischen 6 und 12 Jahren eröffnen. Hier können die Pflegekinder planen und mitgestalten. Die eh­renamtlichen Gruppenleiter unterstützen tatkräftig bei der Umsetzung der Ideen.

Einladung zur Kreativwerkstatt für Pflegekinder„23 Pflegekinder rauben Dir den Schlaf“ ein Theaterprojekt mit Pflegekindern und Jugend­lichen hat es vorgemacht, wenn Pflegekinder miteinander kreativ werden, kann vieles entstehen, wovon die Kinder profitieren.

Geplant sind wöchentliche Treffen, mit wechselnden Angeboten, die sich an den Interes­sen der Kinder orientieren.

Wenn Ihr Pflegekind Interesse an der Kreativwerkstatt hat, senden Sie bitte eine Mail an: ringel@patenkinder-berlin.de
Bitte nennen Sie uns das Alter Ihres Pflegekindes und welche Interessen es hat (z.B. ma­len, singen, Theater spielen, werkeln, etc.).

Weitere Informationen zum Projekt "Patenkinder Berlin" >>> www.patenkinder-berlin.de

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