› Nächster Infoabend 13.07.2021 – 18:30 Uhr
Sprache:
Logo Familie für Kinder gGmbH
Logo be berlin

11.06.2021
Reform der Kinder- und Jugendhilfe: Das KJSG ist in Kraft

Am 7. Mai 2021 hat der Bundesrat der vom Bundestag verabschiedeten Reform der Kinder- und Jugendhilfe zugestimmt. Das Gesetz wurde am 9. Juni 2021 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist zum Wesentlichen am 10. Juni 2021 in Kraft getreten.

Die Reform soll Minderjährige aus einem belastenden Lebensumfeld, die in Heimen oder Pflegefamilien leben, besser schützen und ihnen mehr Chancen auf Teilhabe geben.

Mehr Kontrolle für Heime

Der Bundestag hat dazu umfassende Änderungen am Achten Buch Sozialgesetzbuch - SGB VIII - beschlossen. So werden Heime und ähnliche Einrichtungen einer strengeren Aufsicht und Kontrolle unterstellt. Kinder in Pflegefamilien verbleiben auf Anordnung des Familiengerichts dauerhaft dort, wenn dies zum Schutz und Wohl des Kindes erforderlich ist.

Kostenbeteiligung sinkt auf 25 Prozent

Junge Menschen in Pflegefamilien und Einrichtungen der Erziehungshilfe, die Einkommen aus Schülerjobs, Praktika oder einer Ausbildung haben, müssen sich künftig nur noch mit 25 Prozent an den Kosten beteiligen - bislang waren es 75 Prozent. Dabei bleibt ein Freibetrag von 150 Euro des Einkommens von der Kostenbeteiligung ausgenommen. Einkommen aus kurzfristigen Ferienjobs und ehrenamtlicher Tätigkeit sind gänzlich freigestellt.

Kooperation und Prävention

Alle beteiligten Stellen, also Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheits- und Strafverfolgungsbehörden sowie die Familien- und Jugendgerichte sollen besser miteinander kooperieren. Ärzte, die sich bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an das Jugendamt wenden, erhalten beispielsweise eine Rückmeldung über die anschließende Gefährdungseinschätzung. Verbesserungen sind auch für die Prävention vor Ort und die Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien vorgesehen.

Unbürokratische Hilfe

In Notsituationen können sich die Betroffenen an eine Erziehungsberatungsstelle in ihrer Umgebung wenden und dort unbürokratisch Hilfe erhalten. In den Ländern soll eine bedarfsgerechte Struktur von unabhängigen Ombudsstellen entstehen. Die Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Heimen und Pflegefamilien werden erweitert.

Inklusion als Leitgedanke

Die Reform bündelt staatliche Leistungen und Hilfen für Kinder- und Jugendliche mit Behinderungen in den kommenden Jahren im SGB VIII. Prinzipiell soll die Inklusion als Leitgedanke in der Kinder- und Jugendhilfe und die grundsätzlich gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung verankert werden. Ab 2024 wird die Funktion eines Verfahrenslotsen beim Jugendamt eingerichtet, der als Ansprechpartner für Eltern und andere Erziehungsberechtigte fungiert.

Quelle: www.bundesrat.de (Stand 09.06.2021)


15.03.2021
Pflegekinder mit Behinderung – Wie finden Kinder mit besonderen Bedarfen ein gutes Zuhause in einer Pflegefamilie in Berlin?

Online-Dialogforum des Paritätischen Landesverbandes Berlin
am 26. April 2021 von 14:00 bis 17:00 Uhr

Gemeinsam mit Expert*innen aus der Praxis der Jugend- und Behindertenhilfe, Gästen aus Verwaltung, Politik und Verbänden sowie Pflegekinderdiensten aus Berlin wird im Rahmen des Dialogforums per Zoom-Konferenz eine Standortbestimmung vorgenommen. Dabei sollen auch Bedarfe und Praxisbeispiele von Kindern und Eltern beleuchtet sowie die Frage diskutiert werden, wie Kinder mit besonderen Bedarfen, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können, ein gutes Zuhause in einer Pflegefamilie finden und über die Volljährigkeit hinaus in ihrer Pflegefamilie verbleiben können.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen mit einem Link zur Anmeldung:

› www.paritaet-berlin.de


09.02.2021
Fachzeitschrift Pflegekinder Heft 2/2020

Titelblatt der Fachzeitschrift "Pflegekinder" 2/2020

Themen zur Vollzeitpflege

  • 30 Jahre KJHG in der Pflegekinderhilfe und Kindertagespflege
  • Stellungnahmen zum Entwurf des „Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG“
  • Dankeschön-Event „Jetzt gibt es Theater“ für Berliner Pflegefamilien
  • Vorstellung der bezirklichen Pflegekinderhilfe Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
  • 35 Jahre gesamtstädtische Beratungsstelle Pflegekinderhilfe
  • Die gesamtstädtische Beratungsstelle Vollzeitpflege ist selbstverständlich für Sie da – auch in Corona-Zeiten!
  • Erlebnisbericht einer Pflegefamilie zum ersten Corona-Lockdown
  • Post-Lockdown in der Pflegekinderhilfe oder nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown
  • Für geflüchtete Kinder bedeutet das Homeschooling eine besondere Belastung
  • Fortbildungsprogramm für Pflege- und Adoptiveltern 2021
  • Kooperationsbeziehungen zwischen Eltern und Pflegeeltern
  • Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2021
  • Literaturhinweis: Viele Eltern für Mia
  • Download: Fachzeitschrift Pflegekinder 2/2020 als PDF-Dokument

Weitere Ausgaben der Fachzeitschrift Pflegekinder finden Sie im › Servicebereich


16.11.2020
Erzieherische Hilfen erreichen im Jahr 2019 neuen Höchststand

Im Jahr 2019 haben die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland 1,017 Millionen erzieherische Hilfen für junge Menschen unter 27 Jahren gewährt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren dies 13 500 Fälle mehr (+1,3 %) als im Jahr 2018. Damit haben die erzieherischen Hilfen nicht nur das zweite Jahr in Folge die Millionengrenze überschritten, sondern auch einen neuen Höchststand erreicht: Zwischen 2009 und 2019 sind die Fallzahlen der in Anspruch genommenen erzieherischen Hilfen kontinuierlich gestiegen, und zwar um 182 000 Fälle (+22 %).

2019 wurden am häufigsten Erziehungsberatungen in Anspruch genommen (47 %). An zweiter und dritter Stelle standen Heimerziehungen (13 %) und sozialpädagogische Familienhilfen (13 %). Dahinter folgten Vollzeitpflege in Pflegefamilien (9 %) und Hilfen durch Erziehungsbeistände oder Betreuungshelfer (7 %). Gut ein Drittel (35 %) aller erzieherischen Hilfen wurden von den Jugendämtern und knapp zwei Drittel (65 %) von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und anderen Trägern der freien Jugendhilfe durchgeführt. In 72 % der Fälle richtete sich die Hilfe an Minderjährige, in 16 % an gesamte Familien und in weiteren 12 % an junge Erwachsene.

Quelle: › DESTATIS | Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 456 vom 16. November 2020


22.09.2020
Dankeschön-Event für Berliner Pflegefamilien

Online-Theater mit dem Atze Musiktheater

Leider kann der Pflegefamilientag Corona-bedingt in diesem Jahr nicht stattfinden. Dafür gibt es großartigen Ersatz und etwas ganz Besonderes:

DANKESCHÖN-EVENT ZUHAUSE!

Sonntag, 27. September 2020 von 11:00 bis 14:30 Uhr

Das „Atze Musiktheater“ wird zwei phantastische Theaterstücke extra für Berliner Pflegefamilien aufführen und per Stream übertragen. Zwischen den Theaterstücken wird es einen Live-Chat geben, in dem der Theaterleiter Fragen zu den Theaterstücken und auch zum Atze-Musiktheater beantwortet.

Weitere Informationen unter: › www.pflegefamilientag-berlin.de

Die Theaterstücke werden bis zum 18. Oktober 2020 über die Webseite zu sehen sein.


17.09.2020
Jugendämter nahmen 2019 rund 49.500 Kinder zu ihrem Schutz in Obhut

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2019 rund 49.500 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, sogenannte Inobhutnahmen, durch. Das waren knapp 3.100 Fälle und somit 6 % weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkindertag am 20. September mitteilt. Hintergrund dieser Entwicklung ist ein erneuter Rückgang von Schutzmaßnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland: Deren Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 29 % auf gut 8.600 Inobhutnahmen.

Währenddessen stieg die Zahl der Schutzmaßnahmen aus anderen Gründen um 1 % auf rund 40.900 Fälle an. Langfristig setzt sich damit ein weiterer Trend fort: In den letzten zehn Jahren sind die Inobhutnahmen aus anderen Gründen mit leichten Schwankungen um 30 % angestiegen – von rund 31.500 Fällen im Jahr 2009.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 363 vom 17.09.2020

Die vollständige Pressemitteilung mit weiteren Informationen ist unter › www.destatis.de zu finden.


27.08.2020
Jugendämter melden erneut 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen. Jedes zweite betroffene Kind war jünger als 8 Jahre

Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2019 bei rund 55.500 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 10 % oder rund 5.100 Fälle mehr als 2018. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist damit das zweite Jahr in Folge um 10 % auf einen neuen Höchststand angestiegen. Ein Grund für den Anstieg könnte die umfangreiche Berichterstattung über Missbrauchsfälle in den vergangenen beiden Jahren sein, die zu einer weiteren generellen Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie der Behörden geführt haben dürfte.
Gleichzeitig können auch die tatsächlichen Fallzahlen gestiegen sein.

Bundesweit hatten die Jugendämter 2019 über 173.000 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung geprüft, das waren rund 15.800 mehr als im Vorjahr.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 328 vom 27.08.2020
› www.destatis.de


27.08.2020
Corona-Kindergeldzuschlag

Pflegeeltern, die kindergeldberechtigt sind, erhalten auch zur finanziellen Unterstützung in der Corona-Pandemie den Kinderbonus. Der Kinderbonus wird für alle Kinder, für die im September 2020 Anspruch auf Kindergeld besteht, in zwei Raten ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt im September 2020 in Höhe von 200 Euro und im Oktober 2020 in Höhe von 100 Euro. (Quelle: www.bmfsfj.de).

Der Kinderbonus wird nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung (Quelle: www.arbeitsagentur.de).

Pflegeeltern, die kindergeldberechtigt sind, sollten prüfen, ob ihnen der Bonus gezahlt wird. Falls dies nicht der Fall ist, sollten sie bei der Familienkasse nachfragen.


Ältere Meldungen finden Sie im ›Archiv

Infohotline: 030 - 21 00 21 0

Infoabend

Di., 13.07.2021, 18:30 Uhr

Bitte vorher anmelden

Info und Anmeldung

› Weitere Termine